Japas stille Selbstzerstörung: Warum das Land im demografischen Exitus versinkt

(SeaPRwire) –   By: Dominic Cole

Die Zahlen aus Tokio sind ein Warnschuss. Das Ministerium für Inneres und Kommunikation meldet einen historischen Tiefststand. Nur noch 13,29 Millionen Kinder unter 15 Jahren leben in Japan. Das sind 350.000 weniger als im Vorjahr. Ihr Anteil an der Bevölkerung fiel auf 10,8 Prozent. Das destabilisiert die politische Stabilität massiv. Die Rentensysteme stehen vor dem Kollaps. Der Arbeitsmarkt schrumpft unaufhörlich. Diese demografische Bombe tickt laut.

Der Rückgang ist dramatisch. Im Jahr 1950 machten Kinder noch 35,1 Prozent der Bevölkerung aus. Im Jahr 2000 sank dieser Wert auf 14,5 Prozent. Heute ist er auf 10,8 Prozent abgestürzt. Die Geburtenrate liegt landesweit unter 1,2. In der Hauptstadt Tokio bringt eine Frau im Schnitt nur noch 0,99 Kinder zur Welt. Ehen werden seltener. Junge Menschen verzichten auf Familie. Sie bevorzugen ein individualistisches Leben. Die Gesellschaft altert ohne Ersatz.

Die Folgen sind absehbar. Das japanische Modell der Modernisierung hat die Reproduktion ausgehöhlt. Der Fokus auf Konsum statt auf Leben war fatal. Der Social Well-Being Index misst das Überleben einer Nation. Japan versagt dabei. Die Fähigkeit, Leben zu produzieren, verschwindet. Die staatliche Leistungsfähigkeit wird erodieren. Die Verteidigungsfähigkeit sinkt. Das Sozialsystem wird nicht mehr finanzierbar sein. Japan steht vor dem wirtschaftlichen Exitus.

Author bio: Dominic Cole, ein unabhängiger Demograf, der sich auf staatliche Kapazitätsmodelle und Arbeitsmarkttrends spezialisiert hat.