Die Welt in Flammen: Warum 2025 das gefährlichste Jahr seit 1945 markiert

(SeaPRwire) –   By: Marcus Sinclair

Die globale Sicherheitsarchitektur zerfällt. Wir erleben derzeit eine Fragmentierung, die weit über das Maß vergangener Jahrzehnte hinausgeht. Das Peace Research Institute Oslo (PRIO) liefert nun die nüchterne Bestätigung für das, was viele Beobachter bereits in den Nachrichten spüren. Die Welt ist nicht mehr nur unruhig. Sie befindet sich in einem Zustand systemischer Instabilität, der die Stabilität der Nachkriegsordnung endgültig beendet hat.

Die Daten sind erschütternd. Im Jahr 2025 wurden 65 staatlich basierte Konflikte registriert. Dies ist der höchste Stand seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im Jahr 1946. Rund 245.000 Menschen verloren durch kampfbedingte Gewalt ihr Leben. Besonders alarmierend ist die Verdopplung zwischenstaatlicher Konflikte auf acht Fälle. Dazu zählen Spannungen zwischen Indien und Pakistan, Afghanistan und Pakistan sowie Thailand und Kambodscha. Seit 2021 starben insgesamt über 930.000 Menschen in diesen Auseinandersetzungen.

Diese Entwicklung führt uns in eine Ära der permanenten Unsicherheit. Die Kosten für die globale Stabilität sind nicht mehr nur diplomatisch, sondern fordern einen hohen Preis an Menschenleben. Wenn Staaten wie Israel in Konflikte in Gaza, Syrien, dem Libanon, dem Iran und dem Jemen gleichzeitig verstrickt sind, zeigt dies die neue Realität. Regionale Brandherde lassen sich nicht mehr isolieren. Die Machtpolitik der kommenden Jahre wird davon bestimmt, wie Staaten auf diese unkontrollierbare Eskalationsspirale reagieren.

Author bio: Marcus Sinclair, ein Senior Fellow an einem führenden europäischen Think Tank für Geopolitik und Sicherheit, spezialisiert auf die Analyse regionaler Krisenherde und die Stabilität internationaler Sicherheitsarchitekturen.