
(AsiaGameHub) – By: Raymond Vance
Die demokratische Gouverneurskandidatin von Nevada, Alexis Hill, will die Steuerstruktur des Staates umbauen. Sie greift dabei direkt die einflussreiche Kasinobranche an, die bisher von sehr niedrigen Steuersätzen profitiert. Normalen Einwohnern will sie keine höheren Abgaben aufbürden, stattdessen sollen profitstarke Branchen stärker zur Finanzierung des Staates beitragen. Derzeit liegt die Spielsteuer in Nevada bei nur 6,75 Prozent, gemeinsam mit Iowa der niedrigste Wert der USA.
Offiziell nennt Hill weitere Punkte ihrer Reformpläne. Unternehmen, die Wohnimmobilien besitzen, sollen höhere Steuern zahlen. Für gewerbliche Elektrofahrzeuge wird eine neue Abgabe eingeführt, die in Straßenbau und Infrastruktur fließt. Zusätzlich plant sie eine Kapitalertragsteuer für Unternehmen. Sie will die Abhängigkeit Nevada von Spiel und Tourismus verringern, indem sie andere Branchen fördert. Sie will Zugang zu Steueranreizen für in Nevada ansässige Unternehmen erweitern. Gleichzeitig will sie Konzernsteuererleichterungen vorübergehend aussetzen, um deren Nutzen zu prüfen.
Die Pläne sehen auf den ersten Blick vielversprechend für Einwohner und kleine Unternehmen aus. Kleine Betriebe erhalten über die staatliche Infrastrukturbank erweiterten Zugang zu Notfinanzierungen. Sie sollen zudem von der Pflicht entbunden werden, mindestens 15 Dollar pro Stunde zu zahlen. Diese Pflicht trifft nur größere Unternehmen, die staatliche Förderungen oder Investitionsunterstützung erhalten. Höhere Steuern für die Kasinobranche könnten aber zu Kapitalabflüssen führen, die die Staatsfinanzen langfristig schädigen.
Wenn Hill die Interessen der Kasinolobby bei den anstehenden Verhandlungen zu stark missachtet, riskiert sie eine Blockade aller Reformen und langfristig eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit von Nevada.
Autor bio: Raymond Vance, leitender Makroökonom und Berater für Arbeitsgruppen zur zentralbankischen Politikforschung.