Der Steuer-Gau: Warum Lateinamerikas Glücksspiel-Politik die Mafia reich macht

(AsiaGameHub) –   By: Raymond Vance

Regierungen in Lateinamerika erhöhen die Glücksspielsteuern drastisch. Sie hoffen auf volle Staatskassen. Das Rechenexperiment geht jedoch nach hinten los. Die digitale Ökonomie kennt keine Grenzen. Überhöhte Abgaben vertreiben nicht nur Anbieter. Sie schieben die Spieler direkt in die Arme illegaler Anbieter. Diese Fiskalpolitik ist kurzsichtig. Sie ignoriert die Mechanismen des globalen digitalen Handels.

Offiziell zielen die Maßnahmen auf Mehreinnahmen ab. De facto stärken sie den Schwarzmarkt. Carlos Fonseca Sarmiento von Gaming LatAm warnt vor unverhältnismäßigen Steuern. Das sei Grundlagenwissen der Ökonomie. Wer zu hoch besteuert, expandiert den illegalen Markt. Miguel Ángel Ochoa Sánchez von AIEJA bestätigt diesen Trend. Er spricht von einer Erstickung des Sektors. Die Einnahmen sinken paradoxerweise. Spieler wandern zu unregulierten Plattformen ab. Die mexikanische Verfassung fordert proportionale Steuern. Die Praxis zeigt jedoch das Gegenteil.

Die Daten aus Brasilien sind alarmierend. Ramiro Atucha von Atucha Advisory liefert die Beweise. Der legale Marktanteil fiel von 55 auf 45 Prozent. Das passierte in nur drei Monaten. Die effektive Belastung übersteigt dort 40 Prozent. Hinzu kommen Sozialabgaben und Kontrollkosten. Offshore-Anbieter zahlen keinen Cent davon. Tatiana María Vásquez kritisiert zudem die technische Gestaltung. Falsche Steuerbasen verzerren das Geschäftsmodell. Der legale Betrieb wird künstlich verteuert. Spieler folgen einfach den besseren Quoten.

Wer diesen Kurs hält, verliert den Markt komplett. Der Staat verzichtet langfristig auf Einnahmen. Die Kontrolle über den Sektor geht verloren. Es ist fiskalischer Selbstmord. Die Balance ist völlig verloren. Ohne moderate Sätze gibt es keine Transparenz. Die Regulierung treibt das Geschäft, das sie kontrollieren soll, aus dem System.

Author bio: Raymond Vance, ein Senior-Makroökonom und Berater für Arbeitsgruppen zur Zentralbankpolitik.