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Von: James Vance, leitender Kolumnist bei einer international führenden Tech-Wochenzeitschrift
Viele Kaffee-Liebhaber schwören auf handgemachten Kaffee von ausgebildeten Baristas. Sie gehen davon aus, dass menschliches Fingerspitzengefühl unschlagbar ist. Ein Wettbewerb in Shanghai hat diese Annahme nun auf den Kopf gestellt. Das löst unter Betreibern von kleinen Kaffeehäusern massive Unsicherheit aus. Sie fürchten, dass ihre Geschäftsmodelle bald nicht mehr wettbewerbsfähig sind.
Am 5. Juni 2026 fand im Rahmen des Shanghaier 5.5 Einkaufs- und Kaffeekulturfestivals der Hongqiao Roboter-Kaffee-Wettbewerb statt. Der COFE+ Roboter-Barista von Shanghai Hi-Dolphin trat gegen einen erfahrenen TOC-Wettbewerbsjuror an. Beide mussten unter Schiedsrichteraufsicht drei Americanos zubereiten.

Der Roboter brauchte insgesamt 2 Minuten und 43 Sekunden. Er benötigte durchschnittlich 54 Sekunden pro Tasse, die Gewichtsabweichung lag bei ±0,8 Gramm. Der menschliche Konkurrent brauchte 3 Minuten und 35 Sekunden. Er hatte durchschnittlich 72 Sekunden pro Tasse und eine Gewichtsabweichung von ±2,1 Gramm.

Der Roboter arbeitete fast 1,5 Mal schneller und rund dreimal genauer. COFE+ beherrscht über 300 Getränke aus acht Kategorien, darunter frisch gemahlener Kaffee, Milchtee und pflanzenbasierte Getränke. Er speichert Rezepte aus 197 Ländern und bietet über 5000 Individualisierungsoptionen, darunter Kaffeestärke, Süße und Latte Art.

Er besitzt mehr als 120 internationale Patente und Zertifizierungen von FDA, CE, UKCA und Behörden in Japan, Südkorea und weiteren Märkten. Diese erlauben einen schnellen Markteintritt in fast 70 Ländern.
Die Betriebskosten eines COFE+ Kiosks liegen über 90% unter denen eines traditionellen Cafés. Einsparungen ergeben sich vor allem durch geringere Lohn-, Miet- und Renovierungskosten. Ein Mitarbeiter kann bis zu 10 Geräte remote überwachen, die tägliche Bestückung dauert pro Maschine nur 15 Minuten. Die prognostizierte Amortisationszeit liegt in stark frequentierten Lagen bei 4 bis 8 Monaten. In den nächsten drei Jahren werden Roboter-Kioske rund 40% der niedrigpreisigen Kaffeeangebote in stark frequentierten Örtlichkeiten ersetzen.
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